Im Projekt Fernwärme „Balanstraße“ ist der erdverlegte Rohrleitungsbau von Kraftanlagen an der Verwirklichung eines wichtigen Bausteins der Energiewende in München beteiligt. Der Auftraggeber, die SWM Infrastruktur GmbH (SWM), modernisiert das Fernwärmenetz der Stadt – eines der größten Netze Europas mit über 900 Kilometern Länge. Dabei spielt die Umstellung von Dampf auf Heizwasser zur Nutzung der geothermischen Energie eine zentrale Rolle. Sie verbessert die Energieeffizienz erheblich, da künftig in kleineren Leitungen „nur“ 120 Grad heißes Wasser transportiert wird, anstatt 180 Grad heißer Dampf in großen DN800-Rohren. Kraftanlagen war schon in einer Phase zur Netzumstellung zwischen 2003 und 2011 beteiligt. 

Neue Aufgaben warten auf das Team in Unterschleißheim. Hier eine Aufnahme aus dem Sommer 2019 (Bild: KAM)

Die Herausforderung bei dieser Baustelle ist die Innenstadtlage mit viel Straßenverkehr. Die neue Trasse wird neben der bis zur Inbetriebnahme der neuen Leitungen weiter genutzten alten Trasse gebaut. In der sogenannten Mehrspartenverlegung wird neben dem Fernwärmerohr auch ein Produktrohr für den anstehenden Ausbau einer 110-kV-Strecke mitverlegt. Vorteil der Mehrspartenverlegung ist die Nutzung von Synergieeffekten im Tiefbau.

In diesen innenstadtnahen Gebieten östlich der Isar muss das Dampfnetz für die Fernwärmeversorgung auf Heizwasser umgestellt werden. Vorbereitende Bauarbeiten laufen bereits, derzeit unter anderem in Haidhausen, Berg am Laim und Ramersdorf. (Grafik: SWM)

Die Leistung von Kraftanlagen bei der Modernisierung des Fernwärmenetzes zwischen Balanstraße und Sankt-Martin-Straße in Zahlen:

– Fernwärme KMR DN 500, 700 Rohrmeter
– Fernwärme KMR DN 200, 500 Rohrmeter
– Umbau von Kompensations- und Festpunktschächten, 10 Stück
– Strom 110-kV-Produktrohr DN 150, 700 Trassenmeter
– Bauzeit: Mai 2021 bis September 2022

Tiefbauarbeiten für die Wärmewende: „Rund 90 Kilometer Leitungen und hydraulische Anlagen müssen für die CO2-neutrale Fernwärmeversorgung der Zukunft auf Heizwasserbetrieb umgestellt werden“, erläutert Stefan Dworschak, Geschäftsführer SWM Infrastruktur. (Bild: SWM)

Weitere Informationen zur Wärmewende bei den SWM.