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Energie- und Kraftwerkstechnik, Gas- und Dampfturbinenkraftwerke

Energiezentrale Forsthaus West in Bern (Schweiz)

Unsere Leistungen umfassten die Planung, Lieferung, Montage und Inbetriebsetzung sowie den Probebetrieb der Energie- und Fernwärmezentrale Forsthaus West in Bern.

Die Energiezentrale vereint erstmals drei Anlagen unter einem Dach: Eine Kehrrichtverwertungsanlage (KVA) ist einem Holzheizkraftwerk (HKW) und einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) und einem Gas- und Dampfturbinenkraftwerk zusammengeschaltet. Aus Abfall, Holz und Erdgas werden Strom, Dampf und Fernwärme erzeugt. Dieses Zusammenspiel erlaubt einen flexiblen Betrieb der Energiezentrale. Abhängig von der Jahreszeit und der Nachfrage produziert sie aus Kehrricht, Holz und Erdgas mehr Fernwärme oder mehr Strom.

Aus Müll, Holz und Gas wird Strom
Zwei Entnahmekondensations-Dampfturbinen erzeugen Strom aus dem Dampf aus der Kehrrichtverwertungsanlage, dem Abhitzekessel der Gasturbine und dem HHKW. Über Generatoren wird die elektrische Energie an die Schaltanlage des Kraftwerks zur Deckung des Eigenbedarfs und dann über Transformatoren an das Stromnetz abgegeben.

Der verbleibende Abdampf wird in zwei luftgekühlten Kondensationsanlagen (LUKO) kondensiert. Eine Besonderheit der LUKOs war die Integration in dem architektonischen Konzept auf dem Dach des Energiegebäudes.

In der Energiezentrale wird Fernwärme in zwei Heizkondensationslinien, zweistufig aus Mittel- und Niederdruckdampf erzeugt. Über vier Netzumwälzpumpen gibt die Energiezentrale Fernwärme mit einer Vorlauftemperatur von 180°C ans Netz ab. Der Rücklauf kommt mit 80°C ins Kraftwerk. Bei höherem Bedarf können zwei gasbefeuerte Spitzenlastkessel zugeschaltet werden.

Fernwärme- und Dampfnetzausbau
In der Fernwärmezentrale gewährleisten redundante Systeme, dass zu jeder Zeit die Versorgung der Fernwärmeverbraucher sichergestellt ist. Zwei Fernwärmedruckspeicher mit je 150 m³ Inhalt dienen als hydraulische Weiche sowie zur kurzfristigen Abdeckung von Spitzen. Ihre Speicherkapazität beträgt rund 30 MWh. Für den nötigen Druck im Fernwärmesystem sorgen zwei redundante Dampfdruckhaltungen, die aus den verschiedenen Frischdampfsystemen versorgt werden können.

Auch beim Netzausbau der ewb war Kraftanlagen maßgeblich beteiligt. Nahezu alle gängigen Rohrleitungsverlegesysteme kamen dabei zum Einsatz: 2.500 m DN 80 bis 400 als isolierte Stahlrohrleitung im Werkleitkanal für Fernwärme und Brauchwasser. 1.100 m Stahlmantelrohr DN 80 bis 250 für die Fernwärmeversorgung. 3.100 m Stahlmantelrohr DN 125 bis 150 für die 40 bar Prozessdampfauskopplung und 3.100 m Kunststoffmantelrohr DN 80 für die Kondensatrückführung.

Steckbrief

Auftraggeber:
ewb Energie Wasser Bern, Schweiz

Ausführungszeitraum:
2009 bis 2012

Anlagenparameter:

  • Verbrennungsleistung: 13,8 t Müll/h 
  • Elektrische Leistung: 1 Gasturbine: 45 MW / 2 Dampfturbinen: 15 / 27 MW
  • Fernwärmeleistung: 27 MW
  • Feuerungswärmeleistung Biomasse: 120 MW

Weitere Projekte

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